22. Mai

Neuer Glanz für unser Musikhaus

Ein starkes Zeichen für die Kultur am Birklehof

Mit Igor Strawinskys Concerto per due pianoforti soli, gespielt gemeinsam mit Prof. Carl Seemann, eröffnete Edith Picht-Axenfeld am 10. Mai 1969 das von ihr initiierte und geförderte Musikhaus – mit einem Werk der musikalischen Moderne, das den Gedanken des Dialogs und des gemeinsamen Musizierens auf besondere Weise verkörpert.  

Dieses musikalische Bekenntnis zum Dialog wirkt bis heute nach: Der Konzertsaal trägt inzwischen ihren Namen und erinnert an die prägende Persönlichkeit, die als Nestorin der Musik und des Geistes vom Birklehof gilt und das musikalische Profil unserer Schule über mehrere Jahrzehnte nachhaltig geprägt hat.

Der Edith Pitch-Axenfeld Saal wurde dabei zu weit mehr als einem Raum für Musik. Er entwickelte sich schnell zu einem zentralen Ort des schulischen Lebens und der Begegnung. Hier finden wöchentliche Schulversammlungen ebenso statt wie Musical- und Theateraufführungen, Abiturfeiern, Abschiede, Vorträge, Elterntage und Alumnitreffen. So wurde er über die Jahrzehnte zu einem lebendigen Mittelpunkt unserer Schulgemeinschaft – einem Raum der Begegnung, Begeisterung und Bildung, der wie kaum ein anderer Ort auf unserem Campus unsere Gemeinschaft, unsere Werte und unseren Anspruch an kulturelle Exzellenz widerspiegelt.

Nach vielen Jahrzehnten intensiver Nutzung tragen auch die Stühle im Konzertsaal sichtbar die Spuren der Zeit. Um diesem besonderen Ort weiterhin gerecht zu werden, haben wir zu Weihnachten die Aktion „Schenken Sie unserem Musikhaus neuen Glanz“ ins Leben gerufen – mit dem Ziel, neue Stühle anzuschaffen und den Saal durch passende Vorhänge behutsam zu erneuern.

Wir sind sehr bewegt, wie schnell und großzügig unser Aufruf an Alumni, Eltern und Freunde des Birklehofs zur Neugestaltung des Edith-Picht-Axenfeld-Saals auf Resonanz gestoßen ist und innerhalb weniger Wochen erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Dabei haben zahlreiche Einzelspenden ebenso zum Erfolg beigetragen wie Zusammenschlüsse von Förderinnen und Förderern, die sich gemeinsam engagiert haben. Ebenso wertvoll war, dass viele die Idee weitergetragen, im eigenen Umfeld bekannt gemacht und so aktiv dazu beigetragen haben, weitere Unterstützung für das Projekt zu gewinnen. Pünktlich zum Altbirklehofer-Treffen vom 19. bis zum 21. Juni 2026 wird der Saal mit neuen Stühlen und Vorhängen in frischem Glanz erstrahlen.

Besonders berührt hat uns, dass zahlreiche Förderinnen und Förderer die Gelegenheit genutzt haben, ihre Stuhlspende mit einer Widmung zu verbinden. Viele dieser Widmungen erinnern an prägende Begegnungen mit Klassenkameradinnen und -kameraden, Pädagoginnen und Pädagogen oder anderen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern. Oft sind sie mit sehr persönlichen Geschichten verbunden, die zeigen, wie lebendig die gemeinsame Zeit am Birklehof bis heute nachwirkt. Einige haben die Stühle darüber hinaus Menschen geschenkt, die ihnen besonders am Herzen liegen und mit denen sie den Birklehof auf besondere Weise verbinden.

Ebenso danken wir allen, die diese Aktion auf vielfältige Weise mitgetragen haben: Schülerinnen und Schüler sowie Pädagoginnen und Pädagogen, die die Kampagne mit sehr persönlichen Beiträgen bereichert haben – etwa mit einer eigens für uns eingespielten, berührenden Violindarbietung, mit fotografischen und filmischen Momenten rund um den neuen Stuhl sowie mit einer Tanzperformance, die einen der Stühle selbst zum Ausgangspunkt nahm; Altschülerinnen und Altschüler, die an historisch bedeutsame Persönlichkeiten erinnert und damit dazu beigetragen haben, dass diese im Konzertsaal einen Platz finden; ebenso wie diejenigen, die ein digitales Modul entwickelt haben, das sichtbar macht, wie sich der zunächst leere Saal mit jeder eingehenden Spende Schritt für Schritt mit Leben füllt. 

Nicht zuletzt danken wir auch allen helfenden Händen im Hintergrund, die die Neugestaltung praktisch möglich gemacht haben: die die neuen Stühle sorgfältig ausgewählt, die Widmungen angebracht, die Vorhänge aufgehängt und den Saal schließlich eingeräumt und für die künftigen Veranstaltungen vorbereitet haben. 

Dieses Engagement macht einmal mehr sichtbar, was unsere Gemeinschaft auszeichnet: Verbundenheit, Tatkraft und die Bereitschaft, gemeinsam etwas für unsere Schule zu bewegen. 

Wir laden herzlich dazu ein, den neugestalteten Edith-Picht-Axenfeld-Saal selbst zu erleben und beim Besuch die vielen Widmungen zu entdecken – vielleicht als Anstoß für eigene Erinnerungen oder als Inspiration für neue Geschichten, die diesen Ort weitertragen.
Gerne teilen wir erneut den musikalischen Gruß unserer Schülerin und Stipendiatin der Christa und Wolfgang Classen Stiftung Franziska Schatz.

Fotos: Hanspeter Trefzer, Simon Geisler
Text: Elisabeth Ilg

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