21. Juni

Einmal Birklehof, immer Birklehof

Das Altbirklehofer-Treffen 2026 wurde für alle zu einem unvergesslichen Wochenende 

Das Wochenende der Sommersonnenwende stand am Birklehof ganz im Zeichen des Wiedersehens: 360 Altbirklehoferinnen und Altbirklehofer kehrten für einige Tage an ihre ehemalige Schule zurück, in ihre ehemalige zweite Heimat, und genossen ein generationenübergreifendes  Birklehof-Erlebnis voller Erinnerungen, Gespräche, gemeinsamen Musizieren, gemeinsamen Sport, neuen Kontakten und neuer Impulse – ein Wochenende, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

Bereits am Freitagabend begann das Treffen mit den traditionellen Jahrgangs- und Klassentreffen, die von den Ehemaligen selbst organisiert wurden. In den Gaststätten und Kneipen Hinterzartens wurden Fotoalben und Geschichten ausgetauscht, Freundschaften wiederbelebt und neu geknüpft. 

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Entdeckens und Mitgestaltens. Eine umfangreiche Fotoausstellung zu den 70er Jahren lud dazu ein, in Erinnerungen zu schwelgen und diese Schulzeit noch einmal Revue passieren zu lassen. Gleichzeitig öffneten die Häuser ihre Türen und boten Gelegenheit, vertraute Orte wiederzusehen und die Entwicklung des Campus weiterzuverfolgen. 

Besonders lebendig wurde es bei den zwei Proben für das gemeinsame Singen und Musizieren am Abend. Generationenübergreifend fanden sich ehemalige und aktuelle Schülerinnen und Schüler zusammen, um gemeinsam ABBA-Lieder einzustudieren – ein eindrucksvolles Beispiel für den besonderen Gemeinschaftsgeist, der den Birklehof seit jeher prägt. Das traditionelle Highlight des Altbirkelhofer-Treffens, das große Konzert im Musikhaus, war auch beim aktuellen Treffen ein Genuss mit Gänsehaut-Momenten und stellte die beeindruckende Leistung der Musikerinnen und Musiker, ihrer Lehrerinnen und Lehrer sowie der musikalischen Leitung unter Beweis. Darüber hinaus konnten die Gäste Schönes, Praktisches und Nützliches im Birklehof-Design erwerben und sich über aktuelle Entwicklungen an ihrer ehemaligen Schule informieren. 

Ein weiterer generationenverbindender Programmpunkt des Wochenendes war der gemeinsame Sport. Die Teams spielten auf dem schuleigenen Sportplatz Fußball und in der Sporthalle in Hinterzarten den traditionellen Schulsport Hockey. Trotz hochsommerlicher Temperaturen und strahlendem Sonnenschein gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles. Sportsgeist und Teamgeist und vor allem die Freude am gemeinsamen Erleben standen dabei im Mittelpunkt und machten einmal mehr deutlich, dass der Birklehof Menschen weit über die Schulzeit hinaus verbindet.

Großes Interesse galt den Vorträgen zum geplanten MINT MAKER SPACE, den unsere plus-MINT-Talente vorstellten. Sie zeigten, wie wichtig kontinuierliche Investitionen in moderne Lern- und Arbeitsumgebungen sind. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass die Schülerinnen und Schüler am Birklehof seit jeher über den Unterricht hinaus eigenständig forschen, entwickeln und an eigenen Projekten arbeiten möchten. Die Präsentationen machten deutlich, wie stark MINT und die plus-MINT-Förderung inzwischen im Schulprofil verankert sind.  

Gerade die Verbindung von Naturwissenschaften und Technik mit Musik, Kunst, Internationalität sowie Sport- und Outdoor-Erlebnissen ist dabei für den Birklehof prägend. Erst in dieser Kombination entstehen Bildungswege, die Vielseitigkeit, fachliche Exzellenz UND Persönlichkeitsentwicklung verbindet, was den Birklehof seit jeher auszeichnet. 

Einen wichtigen Akzent setzte die Vorstellung des Projekts „Nationalsozialismus am Birklehof/Hinterzarten“. Das Projekt des Geschichtskurses zeigte eindrücklich, wie bedeutsam Erinnerung und historische Aufarbeitung sind. Gebäude, Landschaft und Architektur haben die verschiedenen Epochen überdauert und sind stille Zeugen dessen, was vor 70 bis 100 Jahren geschah. Auch der Birklehof war von den Ereignissen jener Zeit betroffen. Besonders bewegend war die Geschichte von Gabrielle Donnay. Die Schülerin mit jüdischen Wurzeln musste als 13-jährige Deutschland verlassen, blieb der Schulgemeinschaft jedoch ihr Leben lang verbunden.  

Am Samstagvormittag fand zudem die Mitgliederversammlung des Altbirklehoferbundes (ABB) statt. Neben dem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre standen die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstands auf der Tagesordnung. Ein besonderer Dank galt Charlotte Lehmann, die den ABB von 2022 bis 2026 als Vorsitzende führte und bereits seit 2017 im Vorstand tätig ist, sowie Frank Kern, stellvertretender Vorsitzender seit 2022 und Vorstandsmitglied seit 2013. Für ihre Arbeit im Vorstand wurden zudem Sophie Grab, Celina von Schweinichen, Maximilian Biniok und Gregor Merkle gewürdigt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus Konrad von Moltke (Abiturjahrgang 1984, Vorsitzender), Alexis von Kruedener (2003, stellvertretender Vorsitzender), Charlotte Lehmann (2010), Frank Kern (1981), Paul Maier (2024) und Kim Froese (2024) zusammen. 

Den festlichen Höhepunkt des Wochenendes bildete das gemeinsame Abendessen in der Turnhalle. Anschließend wurde im Speisesaal ausgelassen gefeiert: Die Arbeitsgemeinschaft Technik und das Team Handwerk hatten eine spektakuläre Bühne aufgebaut mit professioneller Licht- und Soundanlage. Die Schülerband verwandelte gemeinsam mit unserem Altbirklehofer DJ Benjamin Voltage den Essaal in einen pulsierenden Club und sorgten für ausgelassen Stimmung auf der Tanzfläche. Parallel verfolgten viele Gäste die Übertragung des WM-Spiels Deutschland gegen die Elfenbeinküste oder unterhielten sich entspannt in der Weinlounge im Musikhaus. So verband der Abend auf ganz besondere Weise Gemeinschaft, Musik und sportliche Spannung. 

Wie gelungen das Wochenende war, spiegeln die Worte der Teilnehmenden wider: „Ein ganz besonderes Treffen“, „ein wunderschönes Wochenende“, „back home, back to the roots“ – diese und viele ähnliche Rückmeldungen erreichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die alle –jede und jeder mit seiner und ihrer Kompetenz – viele Monate auf dieses Treffen hingearbeitet und mitgefiebert haben. Die Rückmeldungen erzählten von herzlichen Begegnungen, inspirierenden Gesprächen, manche von einer positiven Aufbruchstimmung und vor allem von einem Gefühl: am Birklehof willkommen zu sein. 

Gemeinsam haben wir ein Wochenende erlebt, das Generationen miteinander verbunden hat: aktuelle Schülerinnen und Schüler und Altbirklehoferinnen und Altbirklehofer, heutige und ehemalige Lehrkräfte sowie Hauserwachsene aus verschiedenen Jahrzehnten. Alte Freundschaften lebten wieder auf, neue entstanden, und überall war spürbar, wie herzlich und tiefgründig die Verbundenheit mit dem Birklehof ist. Als sich die Wege nach dem gemeinsamen Brunch am Sonntag wieder trennten, nahmen alle nicht nur Erinnerungen mit nach Hause, sondern auch die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen. Denn darin waren sich alle einig: Der Birklehof verbindet weit über die Schulzeit hinaus und spätestens in zwei Jahren kommen wir wieder zurück an den Birklehof, zum Altbirklehofer-Treffen 2028.

Fotos: Frank Kern, Hanspeter Trefzer, Daniel Uebel

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