Dracula − das Grusical: Die Proben haben begonnen
Dracula − das Grusical: Die Proben haben begonnen

28. Oktober 2020

Dracula − das Grusical: Die Proben haben begonnen

Musical-Projekt am Birklehof wird in diesem Schuljahr als Video realisiert / 

Mit einem Musical-Video-Projekt wagt sich die Schule Birklehof in diesem Schuljahr an eine künstlerische Form, die auch unter erschwerten Corona-Bedingungen umgesetzt werden kann. „Dracula − das Grusical“ ist komponiert und geschrieben von Claus Martin, dessen Stück „Becky Sharp“ schon am Birklehof aufgeführt wurde. Die Proben und Vorbereitungen zu dem neuen Musical sind im Oktober gestartet, am Ende des Schuljahrs soll die Premiere des Videos gefeiert werden.

„Es ist fetzige Musik, eine Mischung aus vielen Musical-Stilen mit rockigem Unterton“, verspricht Gwendolyn Wellmann, Chorleiterin und für Musik und die Organisation zuständig. Alle Ensembles am Birklehof können und sollen mitmachen: die Tanz AG und die Video AG, man kann im Chor singen oder eine Solorolle übernehmen, wo besonderes Schauspiel- und Gesangstalent gefragt sind. Die verschiedenen Musikensembles am Birklehof werden zu einer Musical-Big Band zusammengefasst, spielen aber zum Teil auch noch eigene Parts in dem Stück.

Viele künstlerische Disziplinen 

Ein Musical ist von Haus aus schon ein Gesamtkunstwerk, mit der Inszenierung als Video kommt das Medium Film hinzu. So erfordert die Produktion die Expertise in einer Vielzahl von künstlerischen Disziplinen, eine ganze Reihe an Lehrkräften und Mitarbeitenden sind an der Realisierung beteiligt: Herr Zeidler mit der Tanz AG für die Choreografie, Herr Wiese als Dramaturg und Leiter der Video AG, Frau Kanz-Uhrmeister, die seit dem Sommer eigentlich ihren Ruhestand genießen könnte, unterstützt das Projekt als erfahrene Regisseurin. Die musikalische Leitung und Einstudierung liegen in den Händen der Musikpädagogen am Birklehof, Frau Wellmann, Herr Reaks und Herr Babler, Frau Jacoba kümmert sich als Gesangslehrerin um stimmliche Schulung.

Minutiöse Planung − nicht nur wegen Corona 

Bei so vielen Akteurinnen und Akteuren, etwa 45 Schülerinnen und Schüler vor und hinter der Kamera, ist eine minutiöse Planung notwendig. Zudem müssen bei den Proben Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden und die einzelnen Ensembles und Probengruppen „kohortenkonform“, das heißt möglichst nach Jahrgängen oder AGs aufgeteilt werden. Das verlangt der Organisation einiges ab. Viel Energie und Engagement sind schon in das Projekt geflossen, bevor auch nur eine Note gesungen werden konnte.

Zum Glück hat man am Birklehof neben den künstlerischen und musikalischen auch die räumlichen Kapazitäten, um die Herausforderungen zu meistern. So kann die Big Band im großen Saal des Musikhauses mit gebührendem Abstand im großen Edith-Picht-Saal proben. Und weil in diesem Schuljahr die traditionelle große Aufführung zum Elterntreffen an Fastnacht höchstwahrscheinlich nicht möglich sein wird, ist die Inszenierung als Jahresprojekt angelegt.

Zur Premiere: ein Videofilm mit professionellem Soundtrack 

Jetzt in der ersten Phase wird die Musik eingeprobt und das Stück gemeinsam gelesen. An deren Ende steht das Casting, in dem die einzelnen Solo-Partien besetzt werden. Für die Musikerinnen und Musiker ist eine intensive Probephase mit kompletter Big Band und allen Sängerinnen und Sängern geplant, in der dann die Musik mit professioneller Tontechnik aufgenommen wird − als Soundtrack für das Video. Im zweiten Schritt wird das Szenische erarbeitet, Choreografie und Dialoge einstudiert.

In der dritten Phase schließlich werden die Szenen gedreht. Die Video AG steht zusammen mit dem Schauspiel dann vor der Herausforderung, „das für die Bühne geschriebene Musical cineastisch umzusetzen. Sie müssen in künstlerischer Hinsicht eine eigene Bildsprache entwickeln und in technischer Hinsicht Lösungen für die konkrete Umsetzung finden“, so Conrad Wieser, Leiter der Video AG.  

Welche Lösungen das sein werden? Am Ende des Schuljahres wird das Video Premiere haben und dann online zugänglich sein. Wir dürfen gespannt sein.

 

Video: Video AG, Conrad Wieser

Text: Wolfgang Finke