Mit starken Argumenten zum Erfolg

Beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ qualifizieren sich vier Schüler für die Landesebene, darunter mit Aaron ein Schüler von der Schule Birklehof.

„Beim Debattieren ist vor allem Adaptionsfähigkeit gefragt, also wie man im Gespräch mit den Argumenten der Anderen umgeht. Wichtig ist, dass man im Gespräch aktiv seine eigene Position vertritt und nicht nur vorgefertigte Argumente erzählt“, erläutert Aaron, einer von zwei Siegern in den Jahrgangsstufen 10-12.

Der 16-jährige geht in die 10. Klasse und überzeugte beim Finale im Regionalverbund Südschwarzwald von Jugend debattiert. Er vertritt nun die Schule Birklehof und die Region beim Landeswettbewerb am 27. März 2020 im Landtag Stuttgart.

Schule Birklehof als Gastgeberin

Der Birklehof war wie in den Jahren zuvor wieder Ausrichter des Regionalwettbewerbs. Am Freitag, den 18. Februar trafen im Haupthaus die besten Debattantinnen und Debattanten der vier teilnehmenden Schulen aus dem Regionalverbund Südschwarzwald aufeinander: Neben der gastgebenden Schule waren das das Gymnasium am Hoptbühl und die St. Ursula-Schulen aus Villingen-Schwenningen sowie das Gymnasium Kenzingen.

Spannende Themen, debattiert in zwei Altersstufen

Im Wettbewerb der Klassen 8 bis 9 gewannen Finn Krebs und Samuel Kleijn von den Sankt Ursula-Schulen in Villingen-Schwenningen. Mit überzeugenden Argumenten diskutierten sie, ob „Randalierern bei Sportveranstaltungen der Führerschein entzogen werden soll?“ oder „Windräder näher an Wohnsiedlungen errichtet werden dürfen?“  Aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12 setzten sich Aaron, Schule Birklehof in der Klasse 10, und Tusk Wiest vom Gymnasium am Hoptbühl in Villingen-Schwenningen als Gewinner durch. Sie debattierten Themen wie „Soll die Polizei in Pressemitteilungen die Nationalität von Tatverdächtigen nennen?“ oder „Soll unsere Gemeinde den `Klimanotstand´ ausrufen?“.

Debatten-Skills in der Rhetorik AG entdeckt

Bereits im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler auf den Wettbewerb vorbereitet: Sie lernen, ein Thema umfassend zu recherchieren und tragfähige Argumente zu identifizieren. In den Debatten verbessern sie ihre Ausdruckskraft und Gesprächsfähigkeit. Beim Wettbewerb galt es dann, die neu erworbenen Kompetenzen in einem fairen Schlagabtausch zu erproben. „Ich habe mir vorher nur die Fakten durchgelesen, die Argumentation muss dann im Redefluss entstehen“, beschreibt Aaron seine Strategie, bei der er auf Schlagfertigkeit und Spontaneität setzt. Die Freude am Debattieren hat er erst am Birklehof für sich entdeckt. Seit dem Eintritt ins Internat im letzten Jahr ist er in der Rhetorik AG aktiv und konnte dort seine Skills entwickeln.

Verständnis für die öffentliche Auseinandersetzung wecken

„Jugend debattiert ist ein hervorragendes Programm, durch das junge Menschen die demokratische Debatte erleben und so ein tieferes Verständnis einer fairen, öffentlichen Auseinandersetzung gewinnen. Es ist schön zu sehen, wie Schüler durch Jugend debattiert Selbstbewusstsein gewinnen. Sie können sich besser ausdrücken und lernen frei vor anderen zu sprechen“, so Henrik Fass, Schulleiter am Birklehof und Koordinator für den Regionalverbund Südschwarzwald.

Aaron vertritt Schule Birklehof beim Landeswettbewerb

Mit ihrer Qualifikation für den Landeswettbewerb gewinnen die Erst- und Zweitplatzierten beider Altersgruppen ein mehrtägiges professionelles Rhetorik-Training, das sie auf die nächste Wettbewerbsstufe auf Landesebene vorbereitet. Aaron freut sich auf die kommenden Herausforderungen: „Es bedeutet mir sehr viel, dass ich mich habe qualifizieren habe und nun den Birklehof auf Landesebene vertreten darf.“

 

Jugend debattiert
Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Hertie-Stiftung, die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder. Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bilder: Wolfgang Finke, Text: Jugend debattiert, Wolfgang Finke