Mit Moodle geht mehr

Mit Einführung der Lern-Plattform Moodle geht die Schule Birklehof den nächsten, wohl überlegten Schritt in Richtung Digitalisierung.

Das war schon ein ungewohnter Anblick zu Beginn des Jahres: Lehrerinnen und der Lehrer der Birklehofs drückten die Schulbänke in der Großklasse, starrten gebannt auf die Bildschirme ihre Rechner, warfen die Stirn in Falten, tuschelten mit den Nachbarn oder blickten sich ratsuchend um.

Für diesen Rollentausch gab es einen guten Grund: Im Rahmen der Mitarbeitertagung bildeten sich alle Lehrkräfte in der aktiven Nutzung der Lernplattform Moodle fort.

Unterstützung vom Regierungspräsidium

Geleitet wurde zweitägige Fortbildung vom Elmar Abelein, Lehrer für Geografie und Mathematik, und mit Conrad Wieser, Lehrer für Deutsch und Geografie, zuständig für die Medienentwicklung an der Schule Birklehof. Unterstützt wurde er von Manuel Diesel, Fortbildner im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg für den Bereich Multimedia und Lehrer an der Realschule Tiengen.

Kurssystem ergänzt den Unterricht

„Die Beteiligung war sehr gut. Noch nie habe ich eine Moodle-Fortbildung alleine mit 40 Personen gemacht. Das Interesse war hoch, das merkte man auch an den sehr fundierten Fragen. Ich bin mir sicher, dass der Weg frei ist für ein erfolgreiches Arbeiten in Moodle für das gesamte Kollegium“, so die Einschätzung des Moodle-Experten Manual Diesel. Den Nutzen der Lernplattform sieht er vor allem in der Ergänzung zum klassischen Unterricht: „Mit Moodle kann man den Unterricht individuell gestalten und digital flankieren. Es basiert auf einem Kurssystem, so dass man in abgeschlossen digitalen Kursen – Klassen- oder Fachschaftskursen – agieren kann. Moodle ist ein Tool, dass die Ansprüche an einen digitalen Unterricht erfüllt.“

Einsatz neuer didaktischer und pädagogischer Instrumente

Nach Elmar Abelein müssen für den Schritt zur digitalen Lernplattform keine allzu großen Hürden zu überwunden werden: „Moodle ermöglicht einen bequemeren technischen Umgang mit dem, was wir ohnehin schon tun: das Handhaben und den Austausch von digitalen Dokumenten. Dazu kommen viele pädagogische und didaktische Instrumente, die man innerhalb und außerhalb des Unterrichts einsetzen kann: zum Beispiel Feedback-Tools oder Foren, wo die Schüler kooperativ arbeiten können, Lernspiele, die man dort einbinden kann, oder eine Dateiablage, die den Unterricht nachvollziehbar macht für den Fall, das eine Schülerin oder ein Schüler erkrankt ist.“

Vertretungsplan auf dem Handy

Die Schülerinnen und Schüler des Birklehofs erhielten von Elmar Abelein in den Schulversammlungen in den folgenden Wochen eine kompakte Einführung in das Programm und seine Installation. „Die Nutzung von Moodle, also das Konsumieren von Inhalte von Schülerseite, ist ziemlich selbsterklärend. Das Erstellen von Inhalten hingegen braucht etwas Anleitung und Unterstützung“, erläutert er die jeweils unterschiedliche Herangehensweise bei Lehrern und Schülern. Die nächste Zielgruppe für Moodle hat er bereits im Blick: Ab nächstem Schuljahr soll auch den Eltern ermöglicht werden, sich bei Moodle einzuloggen. Dann haben Sie vom Handy aus Zugriff etwa auf die aktuellen Vertretungs- oder Essenspläne.

Die Möglichkeiten entdecken

Ein durchweg positives Fazit zog Elmar Abelein nach der Einführung der Lernplattform: „Die Basis ist gelegt, dass jede und jeder jetzt anfangen kann, mit Moodle zu arbeiten und die vielen weiteren Funktionen zu selbstständig entdecken.“

 

Moodle für den Birklehof
Einloggen kann man sich über den Moodle-Button unten im Fußbereich unserer  Homepage (einfach nach unten scrollen oder Link anklicken: https://moodle.birklehof.de/). Die App fürs Handy gibt es in den bekannten Online-Stores. Die persönlichen Zugangsdaten hat jeder Schülerin und jeder Schüler per Mail an die Birklehof-Adresse erhalten. Für Rückfragen kann man sich an Elmar Abelein wenden: elmar.abelein@birklehof.de.

Bilder und Text: Wolfgang Finke