Auf Umwegen zum Ziel, das alle verbindet – der Start in das Schuljahr 2019/20

In den letzten Tagen vor Schuljahresbeginn liefen die Baustellen noch auf Hochtouren, die ersten Schultage standen dann ganz im Zeichen der Integration.

In diesem Jahr war schon zwei Wochen vor Schulbeginn spürbar, dass das Ende der Sommerferien näher rückte. Die spannende Frage war: Schreiten die Baustellen schnell genug voran, dass die Schüler mit ihren Familien am Anreisetag bis zu den Internatshäusern fahren und dort auspacken können? Denn an vielen Stellen im Schulgelände waren Straßen und Wege aufgegraben: In den Ferien wurde nicht nur intensiv an der Sanierung des fast 500 Jahre alten Altbirklehof gearbeitet, sondern auch an einem Nahwärmenetz: Es verbindet künftig alle 16 Gebäude des Schulgeländes miteinander und sorgt für eine störungsfreie und nachhaltige Wärmeversorgung. Dank des großen Einsatzes der beteiligten Firmen und der Birklehof-Handwerker hat es gerade gereicht. Fast alle Straßen waren am Anreisetag wieder befahrbar. Nur zu zwei Häusern mussten für die Zufahrt Umwege in Kauf genommen werden.

In der Woche vor Schulbeginn traf sich die gesamte Belegschaft traditionsgemäß im Musikhaus und wurde von Schulleiter Henrik Fass und Geschäftsführer Jens-Arne Buttkereit über aktuelle und im kommenden Schuljahr anstehende Projekte informiert. Das Hauswirtschaftsteam brachte Sauberkeit und Ordnung in alle Häuser, die in den Ferien weitestgehende durch Sommerkurse belegt gewesen waren. Das Kollegium widmete sich auf seiner dreitägigen Tagung pädagogischen Fachthemen – Fragen der (längerfristigen) Schulentwicklung ebenso wie der konkreten Vorbereitung des bevorstehenden Schuljahres.

Am Sonntag, 15.9., reisten dann die Schüler an und alle neuen Schülerinnen und Schüler wurden im Musikhaus in Empfang genommen. In der Schulversammlung am Montagmorgen eröffnete Schulleiter Henrik Fass das Schuljahr mit Gedanken zur Schulgemeinschaft. Sein Wunsch: dass die neu Hinzugekommenen offen aufgenommen werden, alle sich einbringen und das gemeinsame Leben konstruktiv und kreativ mitgestalten − damit sich eine lebendige Schulgemeinschaft entwickeln kann, in der jeder seinen Platz findet. Beim anschließenden Gang zum Hirschenhügel lud Religionslehrer Magnus Pollak die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler dazu ein, ihre Hoffnungen und Wünsche für das neue Schuljahr auf eine „Postkarte an Gott“ zu schreiben. So kann jeder seinen Gedanken Raum und einen Adressaten geben und bleibt mit ihnen nicht allein. In der ersten Woche lernten sich die Klassen auf Ausflügen näher kennenlernen und am ersten Wochenende starteten die Internatsschülerinnen und -schüler in ihren jeweiligen Hausgemeinschaften zu den unterschiedlichsten Unternehmungen. Am zweiten Wochenende schließlich liefen Schülerinnen und Schüler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim 24-Stunden-Lauf zusammen für einen guten Zweck – ein Ziel, das alle miteinander verbindet (Bericht über den 24-Stunden-Lauf).

Text: Hanna Kneser, Bilder: Elmar Abelein, Henrik Fass, Elisabeth Ilg, Valentin Keßler, Hanna Kneser, Hanspeter Trefzer, Yunnik (Klasse 11)