Aktuelle Informationen aus Burkina Faso machen deutlich, warum sich Einsatz und Engagement für den Weihnachtsmarkt lohnen

Nur noch vier Wochen bis zum traditionsreichen Birklehofer Weihnachtsmarkt, dessen Erlöse Projekten in der Sahelzone zugutekommen.

Wer schon länger am Birklehof ist, kennt sie bereits: Catherine Eklou, Gründerin, Motor und unermüdliche Weiterentwicklerin des Projekts APERSEC (Association Notre Dame du Perpétuel Secours) in Burkina Faso – ein Hilfsprojekt, das die Birklehoferinnen und Birklehofer seit einigen Jahren mit dem Erlös ihres Weihnachtsmarktes unterstützen.

So ist es bereits eine kleine Tradition, dass Catherine Eklou in die erste Schulversammlung nach den Herbstferien kommt und den Schülerinnen und Schülern von den aktuellen Projekten berichtet. Am Montag, 5.11., vier Wochen vor dem Weihnachtsmarkt, war es wieder soweit. Dieses Mal hatte Catherine Eklou einen Film mitgebracht, der sehr anschaulich die Entstehungsgeschichte des Projekts und die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten der Projektbeteiligten vermittelte und nahebrachte. Zentrale Anliegen der Initiative sind die Versorgung der meist bitter armen Bevölkerung in der Umgebung der Hauptstadt Ouagadougou mit sauberem Trinkwasser sowie Zugang zu Bildung für die Kinder und eine elementare Gesundheitsversorgung und -aufklärung.

Die Birklehofer Schulgemeinschaft hat mit den Einnahmen ihres Weihnachtsmarktes in erheblichem Umfang zur Finanzierung von Bau und Ausstattung des medizinischen Zentrums am Rande der Hauptstadt Ouagadougou beigetragen, im Dorf Siiguin den Schulbau mitfinanziert und im Dorf Issoukin ganz allein den Bau einer Schule mit zwei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer finanziert.

Das Projekt vergibt zudem Mikrokredite an Frauen mit einer Geschäftsidee und hat eine Werkstatt errichtet, in der junge Frauen sich zu Schneiderinnen ausbilden lassen können. Inzwischen engagiert sich APERSEC in über 30 Dörfern mit insgesamt 50.000 Einwohnern.

Projektleiterin am Birklehof und Vorsitzende des Vereins „Schülerprojekt Sahel e. V.“, Silvia Booz-Ebert, erinnerte daran, dass die Birklehoferinnen und Birklehofer bereits lange vor der großen Flüchtlingsbewegung, in den frühen 70er-Jahren, damit begonnen haben, sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in der Sahelzone einzusetzen und damit einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt zu leisten. Wichtig sei den Projektverantwortlichen am Birklehof stets gewesen zu wissen, wo genau das Geld hinfließt und was genau damit gemacht wird. Deshalb hat man das eingenommene Geld nicht großen Organisationen, sondern überschaubaren Initiativen geben und darüber hinaus immer den Kontakt zu den Menschen vor Ort gesucht als Garanten dafür, dass das Geld bestimmungsgemäß, sinnvoll und effektiv eingesetzt wird.

Der von Catherine Eklou gezeigte Film machte allen deutlich, wie sehr arme Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer wenigsten elementaren Gesundheitsversorgung und -bildung dem ständigen Risiko ausgesetzt sind, auch an an und für sich einfach heilbaren Krankheiten zu sterben, und wie schwer es ist, ein Dort zu erreichen, zu dem keine Straße, sondern nur eine Sandpiste mit tiefen Löchern führt –  sicherlich eine große Motivation für alle, sich für den Weihnachtsmarkt zu engagieren und ihr Bestes zu geben.

Text: Hanna Kneser, Bilder: Hanna Kneser, Catherine Eklou