Schülerfragen an Schulleitung und Geschäftsführung

Regelmäßig stellen sich die Mitglieder der Schulleitung und Geschäftsführung in einer Schulversammlung den Fragen der Schülerschaft. Am Montag, 7. Mai 2018, war es wieder soweit. Die Schülerinnen und Schüler hatten ihre Fragen vorab formuliert und bei den Mitgliedern des Schulversammlungskomitees abgegeben, die die Fragen thematisch sortiert und in der Schulversammlung vorgetragen haben. Die Fragen beantworteten Schulleiter Henrik Fass, die drei Stufenleiterinnen Michaela Füller (Orientierungsstufe), Gwendolyn Wellmann (Profilstufe) und Irina Küsters (Kursstufe), Internatsleiter Dr. Rolf Schuster sowie Geschäftsführer Jens-Arne Buttkereit.

Zunächst wollten die Schülerinnen und Schüler wissen, was den Mitgliedern der Leitung Spaß macht an ihrer Arbeit. Genannt wurde u. a., dass die Arbeit sehr vielseitig und abwechslungsreich ist, dass man aufgrund der Größe und Überschaubarkeit der Schule viel gestalten und bewirken kann, und dass es Freude macht, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten. Nach Herausforderungen gefragt, nannte Schulleiter Henrik Fass beispielsweise die Herausforderung, im Spannungsfeld zwischen dem einzelnen und der Gemeinschaft jeweils gute, ausgewogene Entscheidungen zu treffen. Weiter interessierte die Schülerinnen und Schüler, wie man Schulleiter wird, warum der Birklehof kein eigenes Schwimmbad hat, warum es nicht überall im Schulgelände WLAN gibt und warum am Samstag Unterricht ist. Auch verschiedenen Aspekte der Stundenplangestaltung und der Digitalisierung des Unterrichts – Henrik Fass: grundsätzlich ja, aber nur, wenn dadurch ein echter Mehrwert entsteht – waren Gegenstand von Fragen.

Spannend war auch zu hören, wie die Mitglieder der Leitung den Birklehof in 20 Jahren sehen, wenn sie sich etwas wünschen dürften. Genannt wurde, dass der Birklehof bis dahin durch eine Stiftung gefördert wird, die es ermöglicht, alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Einkommen der Eltern aufzunehmen (sogenannte „blind admission“), dass der Birklehof über eine 3-Feld-Halle und einen Sportplatz mit Hockey-Kunstrasen verfügt, dass der Altbirklehof, der im Herzen des Schulgeländes gelegene, aus dem Jahr 1550 stammende Schwarzwaldhof, gerettet und saniert ist, dass es einen größeren Essaaal gibt und dass der Birklehof auch in 20 Jahren noch eine genauso lebendige Schule ist wie heute und junge Menschen darin unterstützt, zu gesunden, stabilen, couragierten Persönlichkeiten heranzuwachsen.

Beim Thema Altbirklehof drehte Geschäftsführer Jens-Arne Buttkereit den Spieß kurzerhand um und fragte die Schülerinnen und Schüler nach einem spontanen Stimmungsbild zu der Frage, was für sie eine höhere Priorität hätte: ein Neubau mit Internatszimmern und Unterrichtsräumen oder die Sanierung des Altbirklehofs. Die Schülerschaft stimmte mit 2/3 zu 1/3 der Stimmen für die Sanierung des Altbirklehofs.

Zum Abschluss luden alle Leitungsmitglieder die Schülerinnen und Schüler dazu ein, sich mit weiteren Fragen, neuen Ideen, konstruktiver Kritik und kreativen Vorschläge jederzeit an sie zu wenden, und bedankten sich für das große Interesse an ihrer Arbeit und die vielfältigen, spannenden Fragen.

Text und Bilder: Hanna Kneser