Prägend und atemberaubend

Round Square International Conference 2017: Vortour durch Botswana

Im Oktober 2017 nahmen Schülerinnen und Schüler des Birklehofs, begleitet von Schulleiter Henrik Fass und Birklehof Round Square Representative Oliver Bieber an der Round-Square-Konferenz in Südafrika teil. Mit den Delegationen von zwei anderen Round Square Schulen ging es vor der Konferenz für eine Woche auf Safari in Botswana. Konferenzteilnehmerin Ayumi berichtet:

Wir hatten die Ehre, die Delegierten vom Birklehof für die Round Square Conference in Südafrika 2017 zu sein, und das Glück, vor der eigentlichen Conference auf eine Vortour in Botswana gehen zu dürfen.

Die Vortour dient dazu, vor der eigentlichen Konferenz schon einmal das Land und ein paar andere Schulen kennenzulernen. Unsere Gruppe, mit der wir eine Woche verbracht haben, bestand außer uns noch aus zwei weiteren Schulen: dem Appleby College aus Kanada und dem St. Stithians Boys College aus Südafrika. Insgesamt waren wir 17 Leute in unserer Gruppe.

Um von Johannesburg nach Botswana zu gelangen, das nördlich von Südafrika liegt, mussten wir 6 Stunden mit einem Bus fahren. Damit hat das Abenteuer der Tour auch schon angefangen. Wir sind eine Woche lang von Camp zu Camp gefahren. Wir haben unterschiedlich lange, zwischen ein bis drei Tagen, in den Camps gelebt. Jedes Camp war anders und auf seine eigene Weise wunderschön. In den ersten beiden Camps schliefen wir in Zelten, im dritten Camp in Hütten. Im ersten und im dritten Camp liefen nachts Löwen durch unser Camp. Jedoch haben wir davon leider nicht viel mitbekommen, da wir zu dem Zeitpunkt müde im Bett lagen, weil unsere Tage in Botswana immer ziemlich früh anfingen. Das Wecken und das Aufstehen am Morgen war um circa 6:30 Uhr. Dazu muss man sagen, dass sich das frühe Aufstehen sehr gelohnt hat. Direkt nach dem Aufstehen und dem Frühstück ging es für uns alle auf die erste Safari am Tag. Mit zwei offenen Jeeps sind wir für ein bis anderthalb Stunden herumgefahren, um uns die Tierwelt in der Umgebung anzuschauen. Die Stimmung in den Jeeps war immer sehr ausgelassen, lustig und offen. Wir haben versucht, den Delegierten der anderen beiden Schulen deutsche Lieder beizubringen, jedoch konnten sie sich den einfachen Text nur merken, wenn wir auch mitgesungen haben. Nach der ersten Safari war dann Zeit für etwas Kleines zu essen, das wir jeden Tag bekommen haben. Nach dem Snack ging es zum zweiten Mal am Tag auf Safari. Wieder sind wir herumgefahren, um die unterschiedlichsten Tiere und die unterschiedliche Umgebung zu sehen. Wieder angekommen am Camp gab es Mittagessen und danach etwas Zeit für uns. Wir Delegierten haben die Zeit genutzt, um uns besser kennenzulernen. Zum Beispiel haben wir im dritten Camp Volleyball gespielt, da wir das Glück hatten, dort ein Volleyballfeld und einen Volleyball zu haben. Oder wir haben Gemeinschaftsspiele gespielt. Beim dritten Camp gab es zudem ein Wasserloch, zu dem die Tiere kamen, um zu trinken. Die Lehrer saßen oft dort, um die Tiere zu beobachten. Für den Nachmittag wurden wir aufgeteilt. Ein Teil der Gruppe ist einen Weg zu Fuß gelaufen und die anderen sind noch einmal auf Safari gegangen. Das Gefühl, zu Fuß so ungeschützt unterwegs zu sein, war komplett anders, als im Auto zu sitzen und herumzufahren. Man war den Tieren viel näher als im Auto. Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Nach der Wanderung bzw. der Safari gab es auch schon Abendessen. Unsere Tage ließen wir immer mit einem Lagerfeuer ausklingen. Dort saßen wir und haben noch einmal über den Tag geredet.

In einer komplett anderen Umgebung zu sein und andere Tiere zu sehen als hier in Deutschland, war für uns alle ein unvergessliches Erlebnis – von Hyänen mit ihren Babys, Giraffen und Löwen bis zu Warzenschweinen und Geparden. Eine Erfahrung für sich war auch die Nachtsafari, bei der wir mit 16 weiteren Leuten in nur einem Jeep saßen, um Löwen beim Essen zu beobachten.

Nun zu meinen persönlichen Erfahrungen: Ich selbst habe viel gelernt. Zum Beispiel, ohne Elektrizität auszukommen. Hier in Deutschland ist es für uns vollkommen normal, einfach das Licht anzuschalten. Auf unserer Tour in Botswana hingegen hatten wir in den Camps nur Taschenlampen, um uns morgens und abends im Zelt oder in der Hütte zurechtzufinden. Auch wenn das anders war und manchmal schwierig oder nervig, haben wir es alle überlebt. Zudem hatten wir auf den Safaris unsere Handys nicht dabei, da sie die ganze Zeit in unseren Koffern im Camp lagen. Die zweite Sache, die ich gelernt habe, ist, ohne Wasser auszukommen. Im dritten Camp hatten wir das Problem, dass wir als Gruppe nicht sparsam genug mit dem Wasser gewesen waren, sodass wir über mehrere Stunden keines mehr hatten. Wir mussten warten, bis uns wieder Wasser ins Camp gebracht wurde. Die letzte Sache, die ich auf der Vortour in Botswana gelernt habe, war, auch auf die kleinen Dingen zu achten. Wenn man während den Safaris seine Aufmerksamkeit nicht auf die Natur gerichtet hat, hat man die Tiere, die um einen herum waren, nicht bemerkt, da die meisten gut getarnt sind.

Ich denke, ich spreche für uns alle, dass die ganze Vortour sehr prägend für uns war und atemberaubend. Wir alle würden gerne wieder zurückgehen und das alles noch einmal erleben.

Ayumi, Klasse 11