Was hat die Schülersprecherwahl am Birklehof mit der Theodor-Heuss-Stiftung zu tun?

In der Schulversammlung am Montag, 13. November, stellten die Kandidatenpaare für die diesjährige Schülersprecherwahl sich und ihre jeweiligen Programme vor. Anliegen von Clara und Karim aus der Klassenstufe 10 waren unter anderem eine Vereinfachung, Aktualisierung und Verbesserung des Feedbackverfahrens Schüler-Lehrer, die Wiedereröffnung der Cafeteria, einen Tag pro Woche, an dem sich die Hausgemeinschaften reihum ein Essen wünschen dürfen, sowie eine Erweiterung des Youtube-Zugangs auf die Studienstudienzeit.

Caroline und Sebastian aus Klassenstufe 11 wollen sich für eine Erweiterung der Schlusszeiten am Abend vor Feiertagen einsetzen ebenso wie für die Wahl eines Vertrauenslehrers als Ansprechpartner bei Konflikten zwischen Schüler und Mentor oder Schüler und Hauserwachsenem. Für Unter- und Mittelstufe wollen sie einmal pro Epoche, also je einmal zwischen zwei Ferien, einen Schof oder eine Unter- und Mittelstufenparty organisieren und sich für die Erweiterung der WLAN-Zeiten einsetzen. Beiden Kandidatenpaaren lag zudem eine Intensivierung des Austauschs zwischen Küche und Schülerschaft am Herzen sowie Sportveranstaltungen am Wochenende.

Im Laufe der Woche wird nun die Wahl der Schülersprecher erfolgen ebenso wie die Wahl der Vertreter der Internatshäuser in der Delegiertenversammlung.

Nachdem die Schülerschaft Gelegenheit hatte, sich mit Fragen an die Kandidaten zu wenden, stellten Christel Grünenwald, Hauserwachsene und Coach, zusammen mit den aktuellen Schülersprechern Florian und Max die Theodor-Heuss-Stiftung vor und machten deutlich, wie eng die Verbindung ist zwischen dem Zweck der Stiftung, Förderung der politischen Bildung und Kultur in Deutschland und Europa, und dem täglichen Engagement der Schülerinnen und Schüler in der traditionell starken Schülermitverantwortung am Birklehof: Demokratie als Haltung und Lebensstil, d. h. nicht nur in der offiziellen Politik, sondern in allen Lebenszusammenhängen. Florian und Max berichteten von der diesjährigen Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Timothy Garton Ash, der sie hatten beiwohnen dürfen und die immer mit einem Kolloquium zum Jahresthema der Stiftung verbunden ist. 2017 lautet es: „Anerkennung im Streit ‑ die Idee der demokratischen Öffentlichkeit“.

Christel Grünenwald erinnerte daran, dass der erste Theodor-Heuss-Preis 1965, den die 1964 gegründete Stiftung verlieh, an Prof. Dr. Georg Picht ging, Leiter der Schule Birklehofs von 1946 bis 1955. Das damalige Jahresthema: „Vom rechten Gebrauch der Freiheit“. Text und Bilder Hanna Kneser

 

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