Musicalaufführung „Der kleine Horrorladen“ voller Erfolg
Gekonnt in Szene setzten Schülerinnen und Schüler des privaten Internatsgymnasiums Birklehof in Hinterzarten/Breitnau am Donnerstagabend das Kultmusical „Der kleine Horrorladen“. Im schuleigenen Musikhaus, das mit einer eigens angefertigten Bühne und phantasievollen Szenerien ausgestattet war, sorgte die stetig wachsende, menschenblutgierige Pflanze nicht nur für ungeahnten Geschäftserfolg in Mushniks Blumenladen am ärmlichen Stadtrand, sondern gewann mehr und mehr die Kontrolle über das Leben von Seymor, Audrey & Co.
Seymor Krelbourn ist Mrs. Mushniks vom Schicksal gebeutelter Gehilfe. Audrey ist eine mit Minderwertigkeitsgefühlen belastete Verkäuferin, die ihrem Freund, einem sadistischen Zahnarzt, hilflos ausgeliefert ist. Audrey und Seymour kommen sich näher, verstricken sich – verblendet durch die Pflanze „Audrey Zwo“ - in ihren Sehnsüchten und dem Drang nach einem besseren Dasein und steuern auf ihr schreckliches Ende zu.
Unter der Regie der Gesangspädagogin Anne McGuire zeigten alle Darstellerinnen und Darsteller eine beachtliche Bühnenpräsenz. Robert Harland als fleischfressende Pflanze sorgte mit variablem Mienenspiel und nachdrücklich fordernder Stimme für schaurig-ironische Momente. Roman Kienzler verkörperte Seymour Krelbourn ebenso überzeugend wie Shirin Weber die hin- und hergerissene Audrey. Mit Ironie und Witz begeisterten auch Anja Cammerer als Mrs. Mushnik, David Hacker in Personalunion als Zahnarzt, Penner, Werbe- und Künstleragent. Constanze Ruder zeigte sich flexibel in ihren Rollen als Saufbruder, Verlegerin und Marketingexperte. Leonie Kommoss, Hannah Götte und Mascha Resch kommentierten in ihrer Rolle als freche Straßenmädchen als Solotrio das Geschehen. Nicht zuletzt die perfekt abgestimmten Kostüme, Frisuren, Requisiten und die von Birklehof-Kunstklassen ideenreich gestaltete Pflanze trugen zu dem besonderen Musicalerlebnis bei.
Die Birklehof-Band unter der musikalischen Leitung von Roman Babler begleitete und präsentierte die eingängigen Stücke ebenso gefühl- wie kraftvoll. Der begeisterte Beifall des Publikums galt nicht nur der Band, den Bühnenakteurinnen und –akteuren, sondern auch allen Mitwirkenden hinter der Bühne wie allen Helferinnen und Helfern.
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- Foto: Felix Ehret
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